Mit DFDS von Amsterdam nach Newcastle

 

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Mit der Fähre mit Wohnmobil und Hund von Amsterdam nach Newcastle

 

geschrieben von Juli.

 

Fähre_Schiff_Wohnmobil_Hund_DFDS_Amsterdam_Newcastle

 

Für uns ist es die angenehmste Art mit dem Wohnmobil nach Großbritannien zu kommen: Die Fähre! Bisher sind wir mit DFDS  von Calais in Frankreich oder von Dünkirchen nach Dover übergesetzt. Die Fahrt dauert gut 90 Minuten, man kann auf dem Schiff entspannt am Laptop arbeiten oder einfach was Leckeres essen. Unser Hund Pan kann derweil einfach im WoMo bleiben. Das ist ja seine gewohnte Umgebung, sein Zuhause, wo er sich wohl fühlt, so war dies bisher die beste Lösung für uns.

 

 Weil unser Ziel dieses Mal aber ganz ganz oben im schottischen Norden lag, entschieden wir uns für die Überfahrt von Amsterdam nach Newcastle.  Was wir wirklich genial finden: Du kannst eine Kabine buchen, in die dich dein Hund dich begleiten kann!

 

 

Während der Überfahrt könnte dein Hund auch entweder im Fahrzeug bleiben, oder du kannst eine Box im Hundehotel mieten. Wir finden es aber toll, dass Pan bei „seinem Rudel“ bleiben kann, deswegen haben wir uns für die Kabine mit Hund entschieden. Die Überfahrt dauert nämlich recht lang, knapp 17 Stunden. Wobei man seinen Hund im Hotel oder im Fahrzeug auch immer besuchen und auch zur Hundetoilette bringen kann, wenn man dem Personal Bescheid gibt. In die öffentlichen Räume dürfen Hunde selbstverständlich nicht. Es liegt nämlich überall Teppich und ich finde, man sollte auch auf Menschen Rücksicht nehmen, die eventuell Angst vor Hunden haben, oder allergisch reagieren. Blinden- und andere Führhunde bilden da natürlich eine Ausnahme.

 

Der Preis für die Mitnahme des Hundes beträgt 30 € (eine Strecke), egal ob in der Kabine, in der Box oder im Fahrzeug.

Die Überfahrt kann man ganz bequem online buchen.

 

Check In ist um 13 Uhr, 14 Uhr ist Boarding und um 17:30 Uhr ist die Abfahrt.

Man kommt um 9:15 Uhr in Newcastle an, aber Achtung: das ist die englische Zeit, nach der deutschen Zeit ist es dann 10:15 Uhr.  Die Uhrzeit auf dem Schiff, auch die Buffetzeiten etc. sind alle nach deutscher Zeit, egal wo sich das Schiff gerade befindet. Die Verwirrung ist nämlich groß, wenn sich das Handy automatisch umstellt 😃

 

 

Es geht los

 

Bei uns sind die Tage kurz bevor es auf die nächste Tour geht immer extrem arbeitsintensiv, ich, Juli, musste noch alle Aufträge abarbeiten und Mike machte alle Besorgungen, Einkäufe, Tierarztbesuche etc. Somit schaffen wir es auch wirklich NIE, dann loszufahren, wann wir es geplant haben.

Geplante Abfahrtszeit war 16 Uhr, losgefahren sind wir um 22:20 Uhr 😆

 

 Ich saß am letzten großen Auftrag und habe Retusche-Arbeiten in Photoshop durchgeführt, als Photoshop abstürzte und ich sogar neu installieren musste, um alle Funktionen wieder herzustellen 😒 und alle meine Anpassungen, Shortcuts etc. waren futsch....so was passiert natürlich immer dann, Murpheys Gesetz 🤷😝

 

 Da die "King Seaways" um 17:30 ablegt, um 14 Uhr aber schon der Check In ist und wir für diesen Artikel noch Fotos machen wollten, war unser Plan unbedingt am Vortag loszufahren, damit es dann ab Abfahrtstag entspannt ist.

Gesagt - getan, knapp 100 km vorm Ziel haben wir ein nettes Plätzchen an einem Waldrand gefunden, wo wir die Nacht verbracht haben. Die erste Nacht im Wohnmobil war himmlisch, bis wir morgens ziemlich unsanft von einem riesigen Tannenzapfen-Aufprall geweckt wurden 😄

 

Nach einem wunderschönem Spaziergang mit unserem Hund im Wald (die holländischen Vögel sind übrigens viel gesprächiger als die daheim!), machten wir uns dann auf dem Weg zum Fährhafen. Leider wurde das Wetter immer schlechter, aber Glück hatten wir trotzdem; es blieb trocken!

 

Auf dem Weg zum Hafen kann man sich eigentlich nicht verfahren. Aber manche Navigationssysteme sind ja ab und an ein wenig eigen; wenn man die Adresse im Navi nicht findet kann man einfach die Koordinaten eingeben, die DFDS netterweise auch zu den Buchungsbestätigungen schreibt.

 

 

Terminal in Amsterdam (Ijmuiden)

 

Felison Terminal IJmuiden
Sluisplein 33
1975 AG IJmuiden, Niederlande

 

Koordinaten:

 N52°27'44.172" E4°35'10.882"

 

 

 

Terminal in Newcastle

DFDS Seaways International Ferry Terminal
Royal Quays, North Shields, Tyne & Wear
NE29 6EE, England

 

Koordinaten:

 N 54°99’30.33'' ; W 1°45’19.25''

 


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Check IN

 

Der PKW Check-in am Hafen von Amsterdam ist auf jeden Fall sehr gut ausgeschildert. Man fährt zuerst zum Check-in Schalter und zeigt den Ausweis bzw. Reisepass vor. Da wir aber Pan mit dabei haben, parken wir erst vorne vor und gehen in das Gebäude, um den Hund anzumelden. Dann geht es durch den PKW-Check-in, wo wir Pans Chip einmal auslesen müssen. Beim letzten Mal haben wir den sofort auf Anhieb gefunden, dieses Mal kamen wir etwas ins Schwitzen, weil es doch recht lang gedauert hat. (*Memo an mich: linke Schulter, ziemlich weit oben am Hals).

 

Was man zur Einreise für den Hund benötigt (Stand 14.06.19):

 

- Impfung gegen Tollwut mindestens 21 Tage vor Reiseantritt

- ein Mikrochip mit Identifikationsnummer

- eine obligatorische Bandwurmbehandlung

- ein Heimtierausweis (mit Impf- und Bandwurmbehandlungs-Nachweis)

 (Hier haben wir mehr dazu geschrieben)

 

 Aufgrund der geplanten Fotos durften wir sogar mit dem Wohnmobil in den Bereich, in dem die LKW rangieren...ganz am Rand neben der Fähre haben wir aber keinen gestört 😊 Sogar Petrie ("Petrie" aus Littlefoot), unsere Drohne, durften wir fliegen lassen.

 

 

Die Überfahrt

 

Nachdem wir die Bilder im Kasten hatten konnten wir auch schon direkt auf die Fähre, um die einzelnen Bereiche ohne Besucher fotografieren zu können. Nachdem wir aufs Schiff gefahren sind, wurden wir eingewunken und ließen Pan kurz Im WoMo, um in Ruhe die Bilder machen zu können.  Drinnen wurden wir schon von Claudius empfangen, der sich an diesem Tag vertretungsweise um die Übernachtungsgäste an Bord kümmerte. Er zeigte uns die Kabinen und das Hundehotel, das aus mehreren, verschieden großen Boxen besteht.

 

Das Hundehotel

 

 

Dann wurden wir von einem Kollegen durch die Bars, Cafés, der Spielhalle, durch die Küche, vorbei an Massage-Sesseln zum Casino und dem Spielbereich für Kinder (am Bällebad vorbei ohne ein Sprung hinein ging leider nicht 😜) und nach unten zum Kino geführt, dass unter dem Wasser liegt. Hier werden den ganzen Abend lang Filme gezeigt, die man mit Popcorn und allem drum und dran genießen kann 😊

 Abends gibt es richtig Programm auf der Bühne; erst wird Bingo gespielt, dann macht eine Live-Band Musik. Sogar eine Diskothek gibt's an Bord, wo ein DJ ganzen Abend für Stimmung sorgt.

 Netterweise steckte uns der Mitarbeiter 2 Coins für die Massage Sessel zu, yay! 🙏😍 da wussten wir, was wir als erstes tun würden!

 Nach der Führung waren wir doch sehr beeindruckt von dem riesigen Schiff und den ganzen Vergnügungsmöglichkeiten!

 

Wir holten aber dann erst einmal Pan aus dem Wohnmobil und machten es uns in unserer Kabine gemütlich. Da die gestrige Nacht recht anstrengend war, haben wir für 30 Minuten die Augen zu gemacht. Danach ging es natürlich erst einmal zu den Massage-Sesseln 😜

 

 

 

 

Unsere Kabine

 

Danach gab es auch schon das Abendessen, was wir für 18:30 Uhr gebucht haben.

2 Tipps:

1. Unbedingt die Brownies probieren! 😋

2. Wenn man das Essen direkt beim Einchecken bucht, kann man etwas Geld sparen,

ca. 5 €

 

Während wir aßen legte die Fähre ab; netterweise wird noch eine Durchsage gemacht, dass man am besten die Handys ausstellt. Denn auf See wird sich dein Handy automatisch irgendwo einloggen, was Mike mal passiert ist; er hat für ein 5 Minuten-Telefongespräch knapp 35 € bezahlt.

 

WLAN kann man kaufen - ich meine das war stundenweise buchbar - aber genau kann ich das nicht sagen, wir haben es nicht gemacht. Ich wollte in der Kabine später nur noch Bildretusche-Arbeiten machen und brauchte kein Internet.

 

Nach dem Essen gingen wir mit Pan zur Hunde-Toilette, aber er wollte sein Geschäft nicht verrichten. Pan stellt sich da immer etwas an, an der Leine sowieso nicht, und ohne hohes Gras was den Hintern bedeckt ist es auch schwierig 😄 macht aber nichts; ich sage immer wenn es wirklich dringend wäre, würd er schon machen, und wir waren am Morgen ja eine riesige Runde im Wald und kurz bevor es aufs Schiff ging waren wir auch noch einmal 30 Minuten mit ihm draußen, also alles kein Problem.

 

Eigentlich hätten wir uns gern das Abendprogramm angesehen, aber wir waren so müde, dass wir uns in unsere Kabine zurückgezogen haben. Ich habe noch gut anderthalb Stunden gearbeitet, Mike ist nach einer Minute direkt eingeschlafen 😁

 

 

Das Abendbuffet

Die Hundetoilette

 

 

Wir hatten uns eigentlich unsere Festplatte mit Filmen mitgenommen, die wir im Bett schauen wollten, aber das beruhigende Schaukeln des Schiffes hat uns so eingeschläfert, keine Chance da wach zu bleiben 😄

 

Zur Sicherheit hatten wir uns vorher noch Übelkeitstabletten gegen Seekrankheit an der Information geholt (die werden umsonst ausgegeben, echt toll!), diese wären aber gar nicht nötig gewesen. Die Nacht war super ruhig, viel ruhiger als gedacht! Wir haben beide wunderbar geschlafen und wachten um 7 gut gelaunt und erholt auf. Wir duschten ausgiebig und genossen danach das reichhaltige Frühstücksbuffet...Mike liebt ja Speck und Würstchen mit allem drum und dran zum Frühstück, ich esse da doch lieber ein schönes Vollkornbrot mit Käse.

 

Nach dem Frühstück inspizierten wir den Duty Free Shop, um nach einem Geschenk für Mike's Tochter Ausschau zu halten. Viele schöne Dinge gibt es hier, Taschen, Rucksäcke, Spielzeug und natürlich auch eine Menge Whiskey 😁

Wir kauften hier noch 2 Steckdosen Adapter, weil wir in der kommenden Woche unseren Landschaftsfotografie Workshop geben und nicht wissen, ob die Teilnehmer dran denken. Sicher ist sicher 😊

 

Auf dem Schiff gibt es übrigens deutsche Steckdosen, hier braucht man keinen Adapter. Wir nehmen immer eine Vierer-Steckdose mit, damit wir alle Handys und Laptops gleichzeitig laden können. Wer oft krank wird, wenn er die Haare nicht trocken föhnt (so wie ich, leider), dem empfehle ich, einen Föhn mit einzupacken, diesen gibt es nämlich in der Kabine nicht.

 

Um 9:15 Uhr begrüßte uns Newcastle strahlender Sonnenschein und 18 Grad, genial 😍 So konnte der Urlaub beginnen!

 

In Newcastle gibt es auch direkt eine schöne kleine Grünfläche, wo man eine kleine Runde mit dem Hund gehen kann.

 

Nun geht’s los zu den Orkneys!

 

 

Die Rückfahrt

 

Unsere Rückfahrt verlief genau so stressfrei wie die Hinfahrt. Wir haben es uns dann doch nicht nehmen lassen, uns das Abendprogramm anzuschauen. Neben der Livemusik und dem Bingo-Spieleabend sorgte der DJ danach für gute Stimmung. Musikalisch war für jeden etwas dabei, so dass auch alle Nachtschwärmer auf ihre Kosten gekommen sind. Ein gelungender Abend und ein schöner Ausklang unserer Schottland-Tour, der uns ein wenig über das Abschied-Nehmen hinwegtröstete. 

 

 

Übrigens:

 

Wer wegen dem Brexit bedenken hat, kann ganz beruhigt sein: DFDS gibt eine Garantie, dass alle Buchungen (von Holland und Frankreich nach GB) kostenlos storniert werden können, mehr Infos zu allen Fragen rund um den Brexit hat DFDS hier zusammengefasst: https://www.dfdsseaways.de/brexit

 

 

Für unsere Technik-Freaks hier noch die Schiff-Daten der King Seaways:

Länge: 162,73 m
Breite: 27,60 m
Höhe: 50,08 m
Bruttoraumzahl: 31.788 t
Passagierkapazität: 1.400
Autoplätze: 600
Anzahl der Kabinen: 510
Maximalgeschwindigkeit: 21 Knoten
Baujahr: 1987 (übrigens in Deutschland, und es ist ein Jahr jünger als ich
😄)
Generalüberholung im Jahr: 2006

 

 

Fazit:

 

Die Überfahrt von Amsterdam nach Newcastle ist natürlich wesentlich teurer als von Calais oder Dünkirchen nach Dover. Für den, der aber so wie wir ganz hoch in den Norden möchte, ist das auf jeden Fall die angenehmste Art, dort hinzugelangen. Man isst einfach abends ein wenig, schläft,  spielt vielleicht Bingo oder trinkt ein Bier in der Diskothek und ist am nächsten Morgen frisch erholt in Newcastle. Man spart viele Kilometer und einen oder zwei Zwischenstopps für die Nacht. Besonders toll finden wir definitiv das Angebot der Hunde-Kabine!

 

 HIER findest du unseren Artikel zur Überfahrt nach Dover.

 

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