10 Tipps fuer bessere Hundefotos

 

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10 Tipps für bessere Hundefotos

 

geschrieben von Juli.

 

Du fotografiest gern und möchtest die schönen Momente mit deinem vierbeinigen Freund festhalten, aber dir gelingt die Hundefotografie nicht so richtig, deinen Hundebildern fehlt das "gewisse Extra"?

Ich habe häufig viele Kunden-Hunde vor der Kamera und konnte somit einiges an Erfahrung sammeln, die ich nun mit dir teilen möchte.

Hier meine 10 Tipps für bessere Hundefotos!

1. Die Vorbereitung

2. Die Location

3. Die Tageszeit

4. Der Bildaufbau

5. Das richtige Equipment

6. Die richtigen Einstellungen

7. Fokus auf die Augen

8. Ganz ganz viel Belohnung

9. Habt Spaß

10. Die Nachbearbeitung

1. Die Vorbereitung

 

Gute Vorbereitung ist alles! Nee Quatsch, man kann natürlich auch sehr spontan tolle Bilder machen. Ich fotografiere ja auch sehr viele Hochzeiten an Orten, an denen ich vorher noch nicht war und muss mich sehr schnell an die Gegebenheiten anpassen um tolle Bilder entstehen zu lassen, das ist reine Übungssache. Wenn du diese Routine aber noch nicht hast, solltest du dir für gute Fotos vorher überlegen, wo, wie und wann die entstehen sollen. Dafür gehst du einfach mal zu der ausgesuchten Uhrzeit (unter den nächsten Punkten findest du gleich weitere Infos) an den Ort deiner Wahl und schaust, wie hier die Lichtverhältnisse sind.  So lernt dein Hund auch schon die Umgebung kennen und ist vielleicht nicht so abgelenkt, weil alles so aufregend riecht. Im Wald ist es z.B. rasch sehr viel dunkler, auf einem weitläufigen Feld dauert es, bis die Sonne schön tief steht.

 

Gibt es hier schöne Blüten, ein Rapsfeld, ein rot gefärbter Strauch? Oft sind es auf den ersten Blick eher unscheinbare Dinge, die das Foto hinterher besonders machen.

 

Zur Vorbereitung gehört natürlich auch, deinen Hund vorher ordentlich zu bürsten, denn häufig liegen lose Haare auf dem Fell oder im Gesicht, die müsste man dann später am PC rausretuschieren. Sind die Augen sauber, keine „Augenpopel“? Möchtest du deinen Hund mit Halsband ablichten, sollte dies natürlich auch schön sauber sein. Mir persönlich gefallen Fotos ohne Halsband am besten!

 

 

2. Die Location

 

Wie oben schon angesprochen, brauchst du für tolle Hundefotos auch die richtige Location. Super ist immer ein ruhiger Hintergrund, der farblich zum Hund passt. Mit „farblich passend“ meine ich dann nicht unbedingt ton-in-ton (was auch oft toll aussieht), sondern es darf auch ruhig knallig sein, ein toller Kontrast. Pan ist ja komplett schwarz, da passt fast jede Farbe zu. Besonders schön macht er sich im roten Efeu zum Beispiel 😍
 

 

Ein hellbrauner Hund passt hervorragend in beige-farbene Gräser, ein weißer Hund ist toll in dunklen Tannen, wo Pan zum Beispiel total untergehen würde, weil er dafür zu dunkel ist. Wobei ich auch schon so ein Bild gemacht habe, um seine Augen zu betonen, den Fokus darauf zu lenken. Im Grunde ist alles erlaubt! Es muss auch nicht immer der Wald oder das Feld sein; wenn du einen Hund hast mit einem ruhigen Wesen, kannst du ihn auch mal mit in die Stadt nehmen, besonders Glasfronten sehen als Hintergrund toll aus! Allerdings eignen sich auch Parkhäuser, bunte Graffiti-Wände….einfach mal ausprobieren und überrascht sein, wie gut das auf Fotos wirkt 😊

 

Oder so wie hier: weißer Hund, rotes Haus!

3. Die Tageszeit

 

Die Tageszeit ist sehr entscheidend! Für optimale Ergebnisse wählst du am besten die frühen Morgenstunden zum Sonnenaufgang oder abends zum Sonnenuntergang. Da ist das Licht schön weich und so golden, man kann mit dem Gegenlicht spielen, oder den Hund in den Schatten setzen und das Licht nur ein wenig durch die Bäume scheinen lassen.

 

Die Mittagszeit ist überhaupt nicht zum Fotografieren geeignet, denn da steht die Sonne am höchsten und wirft sehr unschöne, harte Schatten.
Da hast du dann die eine Hälfte des Hundes extrem hell, und die andere extrem dunkel, was sehr unschön aussieht. Wenn du mal nicht anders kannst als zur Mittagszeit, dann gehe unbedingt in den Schatten, das funktioniert ganz gut.

 

Selbst wenn es bewölkt ist, würde ich dir raten das Fotografieren trotzdem auf den Morgen oder den Abend zu legen, denn selbst durch den natürlichen Diffusor wirkt das Licht immer noch etwas härter als zu den anderen Tageszeiten.

 

 

Bewölkter Himmel, im Herbst gegen 17 Uhr:

 

 

Hier 2 Beispiele, komplett unbearbeitet, extra für diesen Artikel aufgenommen

- gleiche Uhrzeit, gleicher Ort - einmal in der Sonne, einmal im Schatten:

Links sieht man richtig die harten Schatten, Pans Kopf und Nase ist richtig "ausgebrannt", da ist keine Zeichnung mehr im Bild, sondern nur weiße Bereiche.

Rechts ist das Licht viel homogener und Pan ist gut ausgeleuchtet.

4. Der Bildaufbau

 

Der Bildaufbau ist ganz entscheidend dafür, ob dein Bild langweilig aussieht oder den Betrachter in seinen Bann zieht. Zuallererst gilt die Regel: Gehe immer auf Augenhöhe! Wenn du von oben herab fotografierst, was ja der Normalfall ist wenn wir auf einen Hund herunter schauen, wirken die Proportionen schnell sehr unvorteilhaft. Natürlich kann man diese Regel auch brechen, denn wenn man von oben runter fotografiert, kann man sehr gut DEN „Hundeblick“ einfangen. 😊

 

Zu 99 % solltest du dich aber darauf einstellen, dreckig zu werden, weil du auf allen Vieren auf dem Boden rumkriechst 😃 Durch einen unscharfen Vordergrund, den du z.B. damit erreichst, dass du dich auf einen Feldweg auf den Boden legst, lenkst du den Blick des Betrachters in das Bild hinein. Genau so wie Linien (z.B. von einem Zaun), die du bewusst so setzen kannst, dass sie in das Bild hineinführen.

 

 

Der Befehl "Kopf ablegen" eignet sich hervorragend für tolle Bilder! 😍

Bei diesem Bild lag ich auch ganz flach auf dem Boden.

 

 

 

Ganz wichtig ist der goldene Schnitt. Dafür setzt du dein Hauptmotiv, in dem Fall deinen Hund, nicht in die Mitte des Bildes (das wirkt langweilig), sondern ein Stück nach rechts oder links. Ebenfalls solltest du darauf achten, dass du bestimmte Bildteile immer so unterteilst, 2 zu 3 quasi. Du hast 2 Drittel Vordergrund, ein Drittel Hintergrund.

 

Die Blickrichtung des Hundes ist ebenfalls entscheidend; blickt er in eine Richtung von dir weg, sollte dort immer „Platz im Bild“ gelassen werden. Schaut er nach links und du hast das Bild zur linken Seite enger geschnitten, der Hund sitzt quasi auf der linken Seite des Bildes, macht es die Wirkung kaputt.

 

Wie immer gilt: Regeln sind da, um gebrochen zu werden. Allerdings dann ganz bewusst als Stilmittel. Für den Anfang würde ich mich an diese Regeln halten, denn damit bekommt man auf jeden Fall spannende Bilder!

 

 

Hier siehst du die Drittelregel (Dieses Raster lässt sich häufig auch im Sucher der Kamera einstellen als Hilfe). Der Horizont macht (ungefähr) ein Drittel aus, die Wiese zwei Drittel. Pan liegt/steht in einem Drittel des Bildes und in Blickrichtung ist Platz, so dass der Blick des Betrachters ins Bild gezogen wird und nicht aus dem Bild hinaus.

 

5. Das richtige Equipment

 

Was ist richtige Equipment? Das hängt natürlich davon ab, was du für Bilder machen möchtest! Hast du beispielsweise einen Greyhound und bist immer auf Hunderennen anzutreffen, benötigst du eine Kamera, die für Sportaufnahmen (sprich: die sich schnell bewegende Objekte eignet).

 

Du brauchst zumindest eine Kamera, an der du die Einstellungen wie Blende, ISO und Co und selbst einstellen kannst. (Zu den Einstellungen bei No 6 mehr!)

 

Dann brauchst du noch ein Objektiv, was für die Hundefotografie geeignet ist. Hier geht es auch ein wenig um Geschmackssache. Mir gefallen Bilder mit einer langen Brennweite besser (sprich: mehr „mm“ – bedeutet längere Brennweite – bedeutet mehr Abstand zum Motiv), das hat was damit zu tun, dass kürzere Brennweiten ein wenig verzerren, so dass die Nase zum Beispiel größer aussieht als sie ist. Lange Brennweiten machen den Körper schlanker. Ich nutze hauptsächlich das 50 mm von Sigma,  das entspricht mit den 50 mm dem menschlichen Auge, und das 70-200 mm, was ideal für Action-Fotos ist. Viele Fotografen-Kollegen nutzen auch das 35 mm, was mir schon zu kurz ist. 85 mm sind (für meinen Geschmack) auch super geeignet, und 135 mm ebenso. Allerdings musst du bei einer längeren Brennweite auch bedenken, dass du weit von deinem Hund entfernt bist, somit nicht mehr die direkte Kontrolle hast und ihm Leckerchen vor die Nase halten kannst.

(Verlinkt sind hier jeweils die Objektive die ich besitze oder mir kaufen werde/würde, natürlich gibt es für Hobbyfotografen auch günstigere Versionen, dazu wird es bald einen eigenen Artikel geben).

 

Schön ist eine große Blendenöffnung (kleine Blendenzahl), denn so stellst du deinen Hund schön vom Hintergrund frei, wenn der sehr unscharf ist. Bei einer langen Brennweite wie dem 70-200 mm hat man immer einen etwas unschärferen Hintergrund als bei einer kürzeren Brennweite von 50 mm. Das 70-200 mm hat eine Blende von 2.8, womit man schon einen toll unscharfen Hintergrund bekommt. Das 50 mm hat eine Blende von 1.4, wo dann ungefähr eine Blendeneinstellung von 1.6 oder 1.8 dem Ergebnis entspricht, wie bei dem 70-200 mm die 2.8er Blende.

 

6. Die richtigen Einstellungen

 

Auch hier gilt die Frage: Was möchtest du für ein Foto? Bei einem Rennbild brauchst du eine ganz kurze Belichtungszeit, damit der Hund in der Bewegung scharf ist. Hier würde ich eine Blende von 2.8 empfehlen, denn so hat man die Chance, dass der Hund scharf ist, und man hat trotzdem genügend Unschärfe im Hintergrund. Wählst du eine Blende von 1.4, ist wohl meist das Ohr scharf, aber die Augen schon nicht mehr, wenn dein Hund sehr schnell ist, auch nur die Schwanzspitze 😜

 

 

 Die Belichtungszeit sollte sehr kurz sein; 1/1000s oder besser noch kurzer. Hier entsteht das Problem: Wir brauchen eine kurze Belichtungszeit, damit der Hund in Bewegung scharf ist. Durch die kurze Belichtung fällt aber weniger Licht auf den Sensor, so dass das Bild dunkel wird. Durch die kleine Blendenzahl (=große Blendenöffnung) relativieren wir das wieder einigermaßen, denn durch die große Öffnung fällt ja wieder mehr Licht auf den Sensor. Falls das aber nicht ausreicht und dein Bild immer noch zu dunkel ist, kannst du den ISO-Wert erhöhen. Dies aber bitte immer erst als letzte Option, denn je höher der ISO-Wert, desto mehr Bildrauschen hast du im Foto. Das sieht dann so körnig aus wie früher auf Film fotografiert. Wichtig bei Bewegungsbildern: Sollte deine Kamera oder dein Objektiv über einen Stabilisator verfügen, diesen bitte ausstellen! Falls du mehrere Fokus-Einstellungen einstellen kannst, dann wähle hier den Fokus, der nachführt. Das heißt du stellst auf deinen Hund scharf und der Fokus „verfolgt“ den Hund automatisch. Da klappt sehr gut, allerdings braucht es hier auch einige Übung. Am Anfang war bei mir 1 Foto von 10 in der Rennphase scharf, und dann war auch noch die Körperhaltung total Banane 😂

Es gilt hier das extrem ausgelutschte Motto „Übung macht den Meister“, wie immer eigentlich! Die Einstellung für den Auslöser solltest du auch überprüfen, hier sollte „schnelles Serienbild“ eingestellt sein, ansonsten ist die Kamera zu langsam beim Speichern und die Bewegungsbilder werden nichts.

 

 

 

 

Wenn du jetzt aber einfach nur deinen sitzenden oder liegenden Hund fotografieren möchtest, ist das Ganze einfacher! Dann kannst du eine Belichtungszeit von 1/250s wählen. So beugst du Verwacklungen durch deine Hand vor, und auch kleine Bewegungen des Hundes stören nicht.

 

Auch hier gilt wieder: Ich stelle meine gewünschte Belichtungszeit ein (die ist natürlich auch abhängig vom Umgebungslicht!), dann stelle ich die Blendenzahl ein, mit der ich fotografieren möchte, schieße mit ISO 100 (der niedrigste Wert bei den meisten Kameras) ein Testbild. Wenn das gut ist, prima, wenn es zu dunkel ist, korrigiere ich den ISO-Wert so weit nach oben, bis mein Bild die richtige Helligkeit hat. Aber wie gesagt: Dies ist immer die letzte Handlung, weil die Bildqualität darunter leidet! Wie hoch du mit dem ISO-Wert gehen kannst, hängt von deiner Kamera ab. Ich kann mit der Canon 5 DMKiii  sogar bis 3200 gehen und die Ergebnisse sind noch okay, bei manchen Kameras fängt das Bildrauschen schon bei ISO 500 an, unschön zu werden.

 

 

7. Fokus auf die Augen

 

Die Schärfe ist wohl mit einer der wichtigsten Zutaten für das perfekte Hundebild! Sie muss unter allen Umständen unbedingt auf den Augen liegen. Als ich mit der Fotografie angefangen habe, ist es mir oft passiert, dass die Nase scharf war, die Augen aber nicht. Ab und an passiert es mir immer noch, dass der Fokus nicht richtig sitzt, diese Bilder werden aber sofort aussortiert, ohne Wenn und Aber. Wenn die Schärfe nicht sitzt, ist das Bild Müll. Um die Schärfe auf die Augen zu legen, kannst du in deiner Kamera die verschiedenen Fokuspunkte auswählen. So fotografiere ich generell: Ich lege mir immer den Fokuspunkt dort hin wo er hin soll und bin auch sehr schnell im Switchen. Das ist aber auch wieder Übungssache. Ist bei dir ein Fokuspunkt-Netz ausgewählt (siehst du, wenn du durch den Sucher schaust und den Auslöser halb durchdrückst zum fokussieren), dann stellt deine Kamera beliebig scharf und sucht sich selbst aus, ob es die Augen oder die Nase ist (meist ist es die Nase, weil die näher an der Kamera ist).
Wenn du mit einer großen Blendenöffnung (kleine Blendenzahl) fotografierst, kann es gut sein, dass es am Anfang ziemlich schwierig sein wird, die Augen scharf zu bekommen. Bei einer Blende von 1.4 reicht schon ein Verziehen von 2 mm deiner Hand aus, und der Schärfebereich liegt schon auf der Nase statt der Augen. Du musst also ganz ganz still sitzen/liegen und Halt haben, ruhig ausatmen und dich voll konzentrieren,  dann funktioniert es!

 

8. Ganz ganz viel Belohnung

 

Das ist eigentlich mein Punkt Nr. 1, weil es in der Tat fast das allerwichtigste ist (zumindest für Pan) 😝

 

Wir haben ja glücklicherweise ein ganz verfressenes Exemplar hier zuhause, so dass die Bestechung da sehr leicht fällt, denn für die Leberwurst aus der Tube tut Pan ALLES. Selbst einen Kopfstand, wenn er könnte. Ich habe gehört es soll Hunde geben, die Leckerchen verschmähen…habe zwar bisher nur wenige kennengelernt, aber was für Pan die Leberwurst ist, ist für sie ihr Ball.

 

Manche flippen auch so aus und werden total aufgedreht, wenn sie die Leberwurst oder den Ball sehen, da ist dann Vorsicht angesagt, sonst kann man gar kein Foto mehr machen, weil man einfach überrannt und die Linse vollgesabbert wird. 😁

 

Wenn dein Hund auch ein Leckerchen-Fanatiker ist, stopfe ihn also vor dem Fotografieren nicht voll. (Das heißt natürlich nicht, dass du ihn hungern lassen sollst!). Wenn er ein Spielzeug-Junkie ist, spiele nicht unbedingt vorher ausgiebig mit ihm.

 

 

9. Habt Spaß

 

Das gilt für dich genau so wie für deinen Hund! Bist du zu angespannt, weil das jetzt verflixt noch mal klappen soll, will dein Hund ganz bestimmt nicht still sitzen und bringt dich zur Weißglut 😄

 

Also atme durch, rege dich nicht auf wenn ein Kommando mal nicht klappt, welches sonst IMMER klappt, das liegt dann wohl einfach nur daran, dass du aufgeregt bist, das war bei mir anfangs auch so. Mittlerweile ist Pan ja schon ein alter Hase im Modeln und freut sich immer, wenn der „große schwarze Kasten“ kommt, denn das heißt, er bekommt viiiiel Leckereien 😁 Als ich letztens mit ihm im Studio Fotos gemacht habe, wollte er gar nicht mehr da raus, er ist sage und schreibe 20 Minuten ganz allein dort auf dem Fotohintergrund liegen geblieben in der Hoffnung, dass wir noch mehr Fotos machen, obwohl ich schon lange aus dem Raum raus war 😄

 

Gib deinem Hund Zeit, sich an die Kamera zu gewöhnen (viele haben sogar Angst davor), und vor allem gebt euch beiden immer wieder Zeit zu verschnaufen. Macht kurze (Spiel-) Pausen, so dass ihr beide entspannen könnt.

 

10. Die Nachbearbeitung

 

Die Nachbearbeitung gibt dem Bild den letzten Schliff. Von Vorteil ist es, wenn du die Möglichkeit hast, in RAW zu fotografieren. So greift die Kamera nicht ins Bild ein. Wenn du in JPG fotografierst, stellt deine Kamera selbst die Schärfe (damit ist nicht die Fokussierung gemeint, sondern das Bild wird intern nachgeschärft), die Sättigung, den Weißabgleich etc. ein. Und genau das macht sie beim RAW nicht. Dad wirkt dann zwar erst einmal ein bisschen „fad“, wie das Bild aus der Kamera kommt, dafür hast du dann aber anschließend viiiiel mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Allerdings brauchst du auch ein Programm, welches die RAW-Dateien anzeigen und auch bearbeiten kann. Ich nutze Lightroom und Photoshop, die es als Abo für 12 € im Monat zu kaufen gibt. Da hat man den Vorteil, dass man immer up to date ist, man hat immer die neuesten Updates für relativ kleines Geld.

 

Lightroom nutze ich für das Sortieren/Archivieren, und die Grundretusche wie Weißabgleich, Sättigung etc.

 

 

Mein Workflow in Photoshop sieht folgendermaßen aus:

 

Zuerst schaue ich, ob mir der Bildschnitt so gefällt. Falls nicht, verändere ich ihn, wie unten bei dem Bild von "Snickers". Dann schärfe ich die Augen nach, danach hebe ich die Sättigung ein wenig an. Dann ziehe ich die dunklen Bereiche etwas ins Braune, der Bildlook gefällt mir einfach. Manchmal lege ich eine ganz schwache Vignette um das Bild, aber das mache ich meist nur bei Bildern mit dunklem Hintergrund (der Blick des Betrachters wird dadurch ins Bild gelenkt). Oft retuschiere ich noch störende Grashalme o.ä. aus dem Bild. Das „Feintuning“ beginnt dann mit „Dodge & Burn“. Hier helle ich helle Bildpartien noch etwas auf und dunkle die dunklen Bildpartien ab. Das gibt dem Bild mehr Plastizität. Wenn du wissen willst wie das geht, gib einfach mal bei Youtube „Dodge & Burn“ ein, da wirst du fündig.

 Ab und an verwende ich noch den Weichzeichner, um den Hntergrund noch einen Tacken unschärfer zu machen. Das lenkt den Fokus auf den Hund, weil z.B. die Laubblätter ja doch etwas unruhig wirken, so wie hier:

 

 

Manchmal betreibe ich auch etwas mehr Aufwand, so wie bei dem Bild unten von Pan. Eigentlich war dies ein Testbild ob die Einstellungen so passen, aber er hat da so süß geschaut, dass ich das Bild behalten wollte. Das Vorher-Foto war allerdings recht langweilig und das Halsband störte mich, also musste es weichen (mit dem Stempelwerkzeug in Photoshop).  Den Hintergrund habe ich ganz einfach schwarz gefärbt: Pan habe ich maskiert und als zweite Ebene kopiert, die Hintegrrund-Ebene habe ich dann mit dem Pinsel-Werkzeug schwarz gemalt. Damit die Übergänge nicht so "hart" sind, habe ich auch an den Rändern zum Hund etwas schwarz gemalt.

Danach habe ich die Augen nachgeschärft, die Farben und Kontraste etwas

angepasst und et voilá, habe ich ein tolles Foto, was sogar bei unserem Tierarzt im Wartezimmer 😊

 

Übrigens habe ich hier die Regel gebrochen, dass in Blickrichtung Platz sein soll. Aber seine Nase zeigt ja ins Bild, nur der Blick wandert raus, und das macht das Bild irgendwie aus - also: Ausnahmen bestätigen die Regel 😁

 

 

Bei dem Bild unten habe ich auch etwas mehr gemacht:

Eigentlich hatte Mike die Blätter geworfen während ich dieses Bild gemacht habe, aber Pan schaut auf allen Bildern total doof, sobald Blätter von oben kommen. Deshalb habe ich von dem einen Foto die Blätter genommen, und für das Foto mit Pan hat Mike ein Leckerchen in die Luft geworfen, das hat natürlich geklappt! 😏

Diese beiden Bilder habe ich dann zusammengefügt. Danach habe ich so begonnen wie gehabt: Bildschnitt verändert, Augen/Gesicht nachgeschärft, einige Farbanpassungen vorgenommen, Dodge & Burn (sprich helle Bereiche heller gemacht und dunkle Bereiche dunkler, im Fell sieht man das gut. Am Knie vom Hinterbein habe ich ebenfalls eine Stelle abgedunkelt; da hat Pan wenig Haare).

Zu guter Letzt habe ich den Hintergrund wieder etwas unschärfer gezeichnet und noch etwas mehr Licht eingefügt, das mache ich auch ab und an gerne, aber nur wenn man auch etwas Himmel im Bild hat, sonst wirkt das schnell sehr unnatürlich.

Der Lichtstreifen ist ein sogenannter "Overlay", die bekommt man im Internet massenhaft zum Runterladen und kann diese einfach ins Bild einfügen.

 

 

Ich habe mir tatsächlich 99% meiner "Photoshop-Skills" via Youtube beigebracht. Das Video angeschaut, Stopp gedrückt, nachgemacht. Immer und immer wieder.

 

Schneller geht es, wenn man z.B. ein Personal Coaching bei einem Fotografen bucht, oder einen Foto-Workshop besucht, so wie ich, bzw. wir, das anbieten.

Bei einem Personal Coaching dreht sich alles nur um dich; ich zeige dir meinen Workflow beim Shooting , bei der Bildbearbeitung und gehe intensiv auf alle deine Fragen ein.

Bei einem Workshop ziehen wir in einer kleinen Gruppefotobegeisterter Menschen los; fotografieren, bearbeiten zusammen die Bilder und ich stehe nicht nur mit Rat und Tat zur Seite, sondern führe dich zu den allertollsten Foto-Spots!

 

Falls du Interesse hast, schau einfach mal auf meiner Website vorbei oder  interssiert dich die Landschaftsfotografie? Dann sind unsere Foto-Workshops HIER was für dich!

 

PS: Wenn du dich zu unserem Road-Letter anmeldest, bekommst du geplante Daten der Workshops immer als allererstes!

 

 

 

So und nun wünsche ich dir „Gut-Licht“, wie man unter Fotografen sagt, tolle Bilder und viel Spaß beim Fotografieren deiner Fellnase!

 

 


 

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