Mit der Faehre nach Schottland - unsere Erfahrungen

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DFDS Seaways hat uns beauftragt Fotos zu schießen und einen Artikel zu schreiben, im Gegenzug durften wir kostenlos mit ihnen übersetzen. Wir haben keinerlei Vorgaben erhalten, was wir schreiben sollen. Wir würden auch nie etwas empfehlen, was uns nicht gefällt!

 

Wenn man mit dem Hund nach Schottland bzw. England reisen möchte so wie wir, gibt es ja eigentlich nur die Möglichkeit mit der Fähre  überzusetzen.

Wir haben nach dem besten Preis-Leistungsverhältnis geschaut, so dass wir uns für die kürzeste Strecke von Dünkirchen nach Dover entschieden haben.

Beim Reisen mit dem Wohnmobil lautet das Motto eh: „Der Weg ist das Ziel“, von daher gondeln wir einfach durch England auf unserem Weg nach Schottland.

 

Mit kleinen Hunden kann man wohl auch im Handgepäck fliegen, Pan mit seinen 45 kg passt allerdings in keinen Koffer :-D Und eine Transportbox im Flieger in einem Frachtraum, in dem es wahrscheinlich laut und kalt ist, das wollen wir ihm nicht antun.

 

Innerhalb von 2 Stunden ist man mit DFDS Seaways von Dünkirchen in Dover, die Zeit kann man super nutzen um zu Frühstücken/Mittagessen/Abendessen, schlafen, oder so wie wir, Reisetagebuch schreiben 😉 Wir fahren nun schon das vierte Mal mit DFDS und waren immer sehr zufrieden.

Man kann man den Hund nicht nur nach England mitnehmen, sondern auch nach Schottland, Norwegen und ins Baltikum. Bei der Buchung kann man den Hund ganz einfach mit angeben.

 

 

Es geht los

 

Bei der Ankunft spät abends am Terminal in Dünkirchen (Frankreich) stellen wir uns auf den Parkplatz neben dem Hauptgebäude. Hier kann man super im Wohnmobil schlafen, wenn man die Fähre am nächsten Tag gebucht hat. Öffentliche Toiletten gibt es in dem Gebäude natürlich auch, falls man keine Toilette im Camper hat. Man steht zwar quasi mitten im Industriegebiet, aber mit viel Wiese drum herum, so dass auch die abendliche Hunderunde kein Problem ist.

Einige Möwen ziehen ihre Kreise und auch wenn man das Meer gerade nicht sieht, man riecht es schon, JETZT fängt der Urlaub an, ich freu mich!

 


 

Die erste Nacht im Wohnmobil war super, es hat nachts ein wenig geregnet und das liebe ich ja; das Trommeln der Tropfen auf dem Dach, herrlich!

 

Unsere Fähre geht um 10 Uhr, eine perfekte Zeit! Da wir knapp über 5 Stunden Anfahrt hatten, war es angenehmer die Nacht auf dem Parkplatz zu verbringen, als so früh morgens los zu fahren und eventuell dann noch im Stau zu stehen. So war alles schön entspannt und wir starten gemütlich mit Kaffee und Frühstück in den Tag.

 

 

60 Minuten vor Abfahrt soll man einchecken, in der Hochsaison soll man 90 Minuten eher da sein. Für uns kein Problem, da wir ja direkt vor der Tür stehen.

 

Wir nehmen natürlich die Linie für Wohnmobile (ich glaube Wohnwagen sind abgebildet), es gibt auch Linien nur für PKW und eben auch LKW.

Am ersten Schalter werden nur die Personalausweise gecheckt, den Heimtierhaus von Pan brauchten wir hier noch nicht vorlegen. Dann geht’s weiter zum nächsten Schalter, da zeigen wir dann die Buchungsunterladen und die Ausweise noch einmal, diesmal auch den von Pan. Dann bekomme ich den Chipleser in die Hand gedrückt und verschwinde kurz hinten im WoMo, um Pans Chip auszulesen.

Beim letzten Mal hatten wir etwas Schwierigkeiten den zu finden, nach Austausch des Chipslesers und 5 Anläufen hat es geklappt, deswegen habe ich Angst, dass es diesmal wieder so ist, aber wider Erwarten ist es überhaupt kein Problem. Ich halte den Leser quasi nur in Richtung des Hundes und schon hat er ihn eingelesen. Perfekt!

Dann fragt die nette Dame am Schalter noch, ob ich denn Englisch spreche und was wir Vorhaben in GB. Sie gibt uns noch Tipps für England mit auf den Weg. Einen Papieranhänger für den Rückspiegel bekommt man noch in die Hand und ein Infoblatt, was man bei der Einreise mit Tieren zu beachten hat.

 

Pan bleibt im Auto, es ist schön kühl unter Deck. Wir stellen ihm was zu trinken hin und lassen das Fenster auf. Er ist echt super entspannt was das angeht und pennt einfach durch.

 

 

 

 

Oben im Café angekommen sichern wir uns direkt einen Platz mit Steckdose, so können wir in Seelenruhe etwas arbeiten; ich kann Tagebuch schreiben, Mike checkt seine Emails. Danach gönnen wir uns die superleckeren Pommes aus der Caféteria kombiniert mit Schwiegermamas berühmten Frikadellen! Zum Nachtisch ein Kinder Bueno!

Im Shop hier gibt es nicht nur praktische Dinge wie die Alkoholtester, die in Frankreich Pflicht sind -  oder die Aufkleber, um bei Linksverkehr seine Scheinwerfer abzukleben, sondern auch RIESEN-Packungen Kinder Bueno (wenn man die gut einteilt, reichen die genau für 3 Wochen Urlaub!)

Für Kinder gibt es hier ein kleines Spiele-Paradies mit Leuchtturm, Piratenschiff und Rutsche, da waren wir doch glatt ein wenig neidisch 😉

 

 

 

Nach der „Arbeit“ vertreiben wir uns die Zeit draußen auf dem Deck bei strahlendem Sonnenschein und beobachten die Möwen. Hier draußen gibt es einen extra Raucherbereich und viele Tische mit Bänken, wo man die Aussicht genießen und auch sein mitgebrachtes Essen verzehren kann. Wenn es recht stürmisch ist, werde ich auch mal seekrank, aber der Wettergott meint es gut mit uns und das Meer ist heute echt ruhig.

 

 

DFDS stellt sogar ein extra Netz fürs Handy zur Verfügung! Aber um Mehrkosten zu sparen, solltest du entweder einfach die  2 Stunden Fahrtzeit den Flugzeugmodus anmachen oder das Netz manuell auswählen und schauen, dass dein Handy sich nicht automatisch einwählt. Ich bin eh froh, wenn das Handy aus ist, ich habe tatsächlich im Urlaub zu 70 % das Handy im Flugzeugmodus 😊

 

An Bord kann man idealerweise auch in Euro zahlen, falls man aber für den Trip direkt in der dortigen Währung Bargeld in der Tasche haben möchte, kann man aber auch Geld dort direkt tauschen oder – noch besser -  direkt am Automaten an Bord Geld abheben, das ist etwas günstiger.  

 

Nach kurzer Zeit entdecken wir schon die berühmten weißen Klippen von Dover. Es lohnt isch wirklich, die Ankunft von draußen zu beobachten!

 

 

Wenn du lesen möchtest, was wir in Schottland alles erlebt haben, kommst du HIER zu unserem Reisetagebuch!

Die Rückfahrt

 

Die Rückfahrt ist fast noch entspannter als die Hinfahrt. Wir haben die Fähre um 8 Uhr gebucht, da wir eine Stunde Zeitverschiebung haben; in Deutschland ist es eine Stunde später. So sind wir noch so früh zuhause, dass wir in Ruhe das Wohnmobil auspacken können, selbst wenn wir im Stau stehen sollten.

In Dover am Fährhafen selbst kann man nicht über Nacht auf einem Parkplatz stehen. Wir hatten eigentlich einen Campingplatz in Folkestone (ca. 15-20 Minuten entfernt) schon im Voraus gebucht, allerdings sagte uns der Platzwart, dass sie die Schranke zum Platz erst um 7 Uhr öffnen können, dann hätten wir die Fähre verpasst.

 

So haben wir uns in Dover einen ruhigen Parkplatz im Grünen gesucht und dort übernachtet. Aber Achtung: In England ist das Wildcampen verboten. Ich denke aber nicht, dass jemand etwas sagt, wenn man die Nacht über auf seine Fähre wartet, aber darauf hinweisen möchten wir schon 😊

 

Man kann auch super auf Dovers berühmten White Cliffs spazieren gehen und dem bunten Treiben am Fährhafen von oben zuschauen. Lohnt sich!

 

 

 

In Dover an den Docks angekommen sieht es erst einmal unübersichtlicher aus als es ist. Man wird auch hier wieder gut durchgeleitet und gibt am ersten Schalter seinen Ausweis ab, am zweiten Schalter dann wieder die Ausweise samt Buchungsunterlagen und Heimtierausweis. Auslesen des Chips ist diesmal nicht nötig, allerdings gibt uns der nette Mann am Schalter noch einen Hundekeks mit, wie lieb! Rate mal, wer sich riiiiiiesig darüber gefreut hat! 😊

 

 Auch diesmal verging die Fahrtzeit wie im Flug, mit genau so tollem Wetter wie auf dem Hinweg!

 

TIPPS:

1. Laut unseren Erfahrungen buchst du die Fähre so früh wie möglich, das ist am günstigsten

 

2. Früh genug über aktuelle Einreisebestimmungen für Tiere informieren (diese gelten nicht nur für DFDS, sondern sind allgemein gesetzlich festgelegt) Einen Artikel findest du hier in den nächsten Tagen.

 

3. Chip am Hund eventuell beim Tierarzt vorher auslesen lassen um zu schauen wo er genau sitzt, wenn man eh zum Impfen da ist.

 

4. Auf die Uhrzeit achten! Mein Handy hat in England 2 Uhrzeiten angezeigt, Heimatland + Aufenthaltsland.

Als wir die Nacht in Dover standen, hat mein Handy - warum auch immer - nur noch die Heimatszeit angezeigt und uns ist es nur aufgefallen, weil ich zu Mike gesagt hatte, wir haben jetzt nur noch 6 Stunden zu schlafen, und er nicht gleicher Meinung war. Allerdings kann es dann ja nur passieren, dass Du eine Stunde zu früh am Port stehst, wäre also nicht ganz so schlimm!

 

5. Handy während der Fahrt entweder in den Flugzeugmodus schalten oder Netzsuche von Automatisch auf Manuell stellen

 

6. Geld in Landeswährung am Automaten ziehen

 

7. Dem Hund genügend Wasser/Futter im Auto lassen und das Fenster öffnen

 

 

Fazit:

 

Das Preisleistungsverhältnis bei DFDS Seaways ist super!

Die Mitarbeiter sind sehr nett und zuvorkommend, die Sanitär-Anlagen sauber und gepflegt. Hunde sind herzlich willkommen (auch wenn sie bei der Fahrt von Dünkirchen-Dover  nicht an Deck dürfen) und das ist für uns auf jeden Fall wichtig. Wir haben für nächstes Jahr die Tour Amsterdam – Newcastle ins Auge gefasst. Da kann man über Nacht fahren und eine Hunde-Kabine buchen; sprich in Seelenruhe schlafen und am nächsten Tag ist man in Newcastle und muss nicht mehr den ganzen Weg durch England fahren, so spart man sich 2 Tage.

Bei dieser Fahrt darf der Hund auch an Deck und kann dort sein Geschäft verrichten.

Wir werden auf jeden Fall berichten!

 

 

 

Wir bedanken uns für den guten Service bei DFDS Seaways und freuen uns auf die nächste Tour!

 

Mit welcher Fähre fährst du am liebsten? Was hast du für Erfahrungen gemacht? Schreib es uns in die Kommentare!

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    www.steffis-schreibsicht.de (Dienstag, 03 Juli 2018 11:19)

    Das ist wirklich ein toller Beitrag! Ich finde es total interessant zu lesen, wie die Überfahrt mit der Fähre abläuft. In einem Punkt möchte ich dir aber widersprechen. ;-) Es gibt noch die Möglichkeit mit einem Hund durch den Eurotunnel zu fahren. Das ist für uns die optimale Überfahrt nach England/Schottland. Dort bleiben wir nämlich alle zusammen im Auto und der Hund muss nicht alleine zurück bleiben. Bei uns wäre das wahrscheinlich nicht so ganz entspannt, da Boerne „nur“ den Kofferraum zur Verfügung hat und kein ganzes Wohnmobil. In ein paar Wochen geht es für uns wieder nach England. Durch den Tunnel.;-) Auch wenn die Fahrt mit der Fähre wahrscheinlich viel viel schöner ist, da man unter Wasser natürlich nichts von der tollen Landschaft und erst recht nicht die White Cliffs von Dover sehen kann. Dort waren wir im letzten Jahr auch spazieren, bevor es wieder zurück nach Hause ging. :-)

    Liebe Grüße Steffi

  • #2

    Dani (Mittwoch, 29 August 2018 13:30)

    toll geschrieben, danke schön. Ergänzen möchte ich noch, falls es für jemanden wichtig ist, dass die reine Fährzeit von Dünnkirchen aus 2 Stunden sind. Man muss aber schon früher an Bord, muss auch schon früher das Auto verlassen und es dauert auch bis am Hafen die Schleusen wieder aufgehen. Insgesamt ist der Hund also bestimmt 3 Stunden alleine im Auto und noch mal eine Stunde dräut bis er sich wieder irgendwo lösen kann. Ist meine Erfahrung, für meine Hunde war aber auch das kein Problem.