Reisetagebuch Norwegen 2017 | Teil 3

Teil 3

02.10.17 | Tag 11

 

Ich habe gut geschlafen, Mike leider nicht so, er hat Probleme mit seinen Händen - er hat ein Karpaltunnelsyndrom So dass ihm Nachts manchmal die Hände einschlafen und danach höllisch weh tun. Er hat das Anfang des Jahres, wo wir so viel renoviert haben, ganz extrem gehabt, jetzt allerdings nicht mehr. Das Blödeste; er hat seine Schienen, mit denen er schlafen soll, zuhause vergessen, weil er sie eben die letzten Monate nicht mehr gebraucht hat. Wir werden ihm jetzt eine Schiene mit einem Bratpfannen-Wender machen, mal gucken ob es klappt!

 

Wir gehen diesmal die Hunderunde zusammen. Und wer hätte es gedacht, neben dem Parkplatz ist ein toller Rundweg, von wo man auch einen super Blick auf die  Atlantikstraße hat.

 

Diese liegt übrigens zwischen Molde und Kristiansund, hat eine Länge von 8,3 km.

 

 

 

Atlantikstraße_Wohnmobil_Erfahrungen_Hund
Unser Stellplatz genau vor der Atlantikstraße.
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Die Hunderunde.
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Der Blick auf die Atlantikstraße.

 

Dann fahren wir mit dem Bobil Mark („Bobil“ heißt auf norwegisch „Wohnmobil“, und „Mark“ habe ich ihn getauft, wegen „Mark Forster“ , das WoMo-Modell heißt ja „Forster“) die Atlantik-Straße. Und was soll ich sagen, seeeehr unspektakulär. Also nur um diese Straße zu fahren, sollte man keinen Umweg machen. Wenn man eh in der Nähe ist – ok.

 

Ich habe mal eine Aufnahme von einer Drohne gesehen, dass sah wirklich toll aus, aber wenn man die fährt, ist es eben so „naja“.

 

Für dieses eine besagte Bild lasse ich Mike genau 8 mal die Brücke hoch und runter fahren :-D Zum Glück gibt es davor und danach Halteplätze, und nachdem ich endlich das perfekte Foto hatte, gehen wir an dem einen Halt erst einmal frühstücken.  Sehr selten, dass die Cafés an Sehenswürdigkeiten noch auf haben! Macht aber gar nichts, dafür haben wir keine Touristenstürme.

 

Atlantikstraße_Camping_Wohnmobil_Norwegen_Reisebericht_Die Roadies

 

Was witzig war: Ich habe die Aufnahme mit einem Tele (Canon 70-200 mm 2.8 ) gemacht, wie Mike mit Bobil Mark die Brücke entlang fährt. Wegen der langen Brennweite und dem schweren Gewicht 1,3 kg plus Kamera knapp 1 kg) habe ich mein Stativ genutzt, sonst hätte ich wahrscheinlich die Schärfe nicht hinbekommen, wegen der Verwacklungsgefahr.

 

Da stellen sich 3 Chinesen neben mich und knipsen los, mit Weitwinkel blitzen sie gegen die 200 m entfernte Brücke :-D

 

Nachdem wir das also auch „erledigt“ haben, fahren wir weiter Richtung Lofoten.  Jetzt liegt nicht mehr groß was auf unserer Route, so dass wir Gas geben können. Wir fahren rund 350 km, 7,5 Std, bevor wir uns ein Plätzchen zum Schlafen suchen. Ich hatte in der App „Stellplatz-Radar“ einen gefunden an einer Klosterruine, die nur 7 km entfernt ist. Aber wirklich schön war der Parkplatz nicht, einfach in den Feldern. Und da es schon so spät ist, schauen wir uns die Ruine auch nicht mehr an sondern fahren weiter.

 

In der App „park4night“ habe ich noch was schönes gefunden; ein Park am See! In der App war die Beschreibung auf französisch, einfach Google Translator angeworfen, die Daten ins Navi rein und nach kurzem Verfahren und Wendemanöver in der Sackgasse sind wir im Halbdunkeln angekommen.

 

Sehr schön hier! Mit einem Kies-Strand, Sitzmöglichkeiten, einem kleinen Wald dabei, alles was das Herz begehrt. Toiletten gibt’s hier auch, aber die sind zu. Wahrscheinlich nur innerhalb der Saison geöffnet.

Navidaten:  Sundsnesvegen 14 in 7670 Inderoy

 

 

In der App stand auch, dass dieser Park im Sommer für Veranstaltungen genutzt wird, also am besten nicht drauf verlassen, dass man dort stehen kann.

 

Nachts fängt es wieder an zu regnen. Mega schön!

 

Und bisher haben wir (mal wieder) echt Glück mit dem Wetter! Höchstens gibt es mal 2-3 Tropfen, aber dann kommt auch schon wieder die Sonne raus. 2 Nächte hatten wir Regen. Darf gern so weitergehen! :-)

 

Stellplatz_über App_Norwegen_Wohnmobil_Hund
Der Park.
Stellplatz_über App_Norwegen_Wohnmobil_Hund

03.10.17 | Tag 12

Recht früh sind wir aufgebrochen, weiter auf der E6 Richtung Lofoten. Wir hätten auch die 13 fahren können, landschaftlich vielleicht noch ein wenig schöner, allerdings wollen wir so viel Zeit wie möglich an den Lofoten verbringen. Puuuuh, irgendwie dachte ich nicht, dass wir so viel Zeit mit dem Fahren verbringen. Natürlich hatten wir uns die Kilometer ausgerechnet, aber was wir nicht ahnten; dass man für 100 km teilweise mehr als 2 Stunden braucht :-(

Auf der E6 gehts einigermaßen, da braucht man für 300 Kilometer "nur" 5 Stunden :-D

 

 

Wohnmobil_Norwegen_Roadtrip_Hund_Stellplatz
Wohnmobil_Norwegen_Roadtrip_Hund_Stellplatz_Regenbofen
Wohnmobil_Norwegen_E6_Erfahrungen_Roadtrip

 

Hier gibt es keine Autobahn, zumindest im Norden, und auf den Straßen darf man nur 60 – 80 kmh fahren- Was auf der 13 gar nicht möglich ist, da sind wir teilweise nur 30-40 kmh gefahren weil es so steil oder so extrem eng war. Bestimmt eine wunderbare Strecke für Motorrad-Fahrer!

 

Wir sind gerade an einem wunderschönen freien Stellplatz vorbei gefahren, am See!

 

An der E6 ca. 115 km vor Korgen, ungefähr Höhe Svenningdal. Mal schauen, ob wir da auf dem Rückweg Halt machen!

 

 

Wir wollten nun eigentlich nur noch maximal 20 Minuten fahren, und nun geraten wir auf der E6 in eine riesen riesen Baustelle, die sich über bestimmt 30 Kilometer zieht. Und 30 Kilometer heißt hier über eine Stunde Fahrt. Meeeega anstrengend, die Straße windet sich, LKW kommen einem entgegen auf der engen Straße, und ohne Fernlicht sieht man fast gar nichts.

Alle Rastplätze sind gesperrt wegen der Baustelle. Wir sind jetzt gut 9 Stunden unterwegs, und haben über 450 km geschafft. Sehnsüchtig erwarten wir endlich einen Stopp! Und mittlerweile ist es uns echt egal, wo dieser liegt. Hauptsache wir können dort mit dem Hund ein wenig gehen. Das erschwert die Stellplatzsuche nämlich auch. Wir haben hier und da ein paar schöne Flecken gesehen, aber rund herum keine Möglichkeit, ein bisschen mit dem Hund zu gehen. Und Pan braucht mindestens 30 Minuten abends Ausgang, eigentlich eher eine ganze Stunde.

 

 

 

Endlich haben wir einen Rastplatz gefunden! Wir haben jetzt 20 Uhr, es ist stockdunkel (höher im Norden wird es schon um 18:30 Uhr dunkel, unten im Süden wurde es noch um 20 Uhr dunkel…ok, die Tage werden eh kürzer, aber man merkt es schon…)

 

Der liegt zwar genau an der E6, ist aber so groß, dass wir recht weit weg parken können. Wir hoffen einfach, dass Nachts nicht so viele LKW hier entlang donnern. Wir gehen zusammen mit dem Hund, hier geht ein Trampelpfad direkt vom Parkplatz ab. Und führt dann über eine Holzbrücke einen Fluß.

 

Wir latschen weiter, meine Taschenlampe gibt den Geist auf, also nur noch Mikes Helmlampe vorhanden. Wir laufen über Stock und Stein, bis wir über eine zweite Brücke kommen. Und die ist echt hoch! Wir – bzw. ich – hechten drüber und schnell weiter. Der Pfad wird immer enger, felsiger und schlammiger, da beschließen wir umzudrehen. Morgen früh gehen wir den gleichen Weg – ich bin gespannt es im Hellen zu sehen!

 

Ich hoffe ja ein wenig auf Regen – dann lässt es sich so gut im WoMo schlafen! :-)

 

 

 

4.10.17 | Tag 13

 

Mit Ohrenstöpseln konnte ich sehr sehr gut schlafen! Morgens um 7 stand ein LKW auf dem Parkplatz, der anscheinend mit laufendem Motor geschlafen hat. Kein Wunder, hier im Norden haben wir mittlerweile nur noch 6 Grad, das merkt man beim Aufstehen definitiv.

 

Nachts unter einer dicken Decke geht’s. Im Süden Norwegens hatten wir noch 18 Grad vor ein paar Tagen, Wahnsinn! Jetzt wird es bald Zeit für unsere selbstgebauten Teelicht-Öfen!

 

Vor dem Frühstück gehe ich die Hunderunde – im Hellen gar nicht mehr so schlimm – und Mike sagt noch, nimm die Kamera mit! Ich hatte aber keine Lust. Kleiner Trampelpfad und unspektakulärer kleiner Fluss, wie ich dachte. Außerdem nieselte es ein wenig, wenn man dann ständig die Linse voller Tropfen hat und ständig am Putzen ist, und dann noch den Hund an der Leine der irgendwo hin zieht, neeeee.

Naja und dann gehe ich mit Pan über diese Brücke und es liegen so viele tolle Steine in dem Fluss, die Farben leuchten in rot, gelb und orange am Ufer, ich muss doch unbedingt Fotos machen. Zurück zum WoMo frühstücken wir und ich bin total ungeduldig weil ich Angst habe, dass das Licht sich ändert.  Aber der Nieselregen hört sogar auf und Mike kommt mit Pan auch nochmal mit.

 

Schöööööne Fotos sind entstanden!

(erstmal muss ich dich leider mit Handyfotos abspeisen,

die anderen werden später eingefügt).

 

 

 

Stellplatz_Parkplatz_Norwegen_Wohnmobil_Hund
Stellplatz_Parkplatz_Norwegen_Wohnmobil_Hund

 

Nun fahren wir Richtung Narvik, noch 190 km gerade (3:45 Std), und dann geht’s ENDLICH ab auf die Lofoten! Habe gerade schon einige Highlights rausgesucht, die wir ansteuern müssen. Aber ich brauche unbedingt eine Karte der Lofoten, die die wir haben, ist viel zu groß, da sind einige Orte gar nicht drauf.

 

Eigentlich war der Plan, im Hellen ein Stellplatz suchen, allerdings ist mir ein ganz blöder Fehler unterlaufen. Ich habe Narvik als Ziel eingegeben, und in Bognes muss man die Fähre nehmen. Von dort gehts entweder nach L ødingen oder nach Skarberget.

Und ich sage zu Mike anfangs noch: Wir müssen schauen, dass das Navi nicht die lange Fähre als Route nimmt, weil die bestimmt teurer ist!

 

Hätten wir allerdings die Fähre gleich nach L ødingen genommen, dann hätten wir uns rund 160 km und über 4 Std Fahrzeit gespart. Und das fällt mir erst auf, als wir auf der falschen Fähre sind, die rund 35 € gekostet hat. Scheiße!!!

 

Jetzt war meine Überlegung, die Fähre wieder zurück zu nehmen und mit der anderen Fähre zu fahren. Allerdings wären wir dann noch mal 35 € los, für die andere Fähre dann wahrscheinlich 50 € oder mehr, weil die Strecke wesentlich länger ist. Hätten 30 Minuten zurück gebraucht, hätten dann wahrscheinlich 30 Minuten auf die andere Fähre gewartet und wären mit dieser locker über 1 Std gefahren, wahrscheinlich länger. Also bringt das rein gar nichts.

 

Die Nerven sind allerdings angeschlagen, weil wir die letzten Tage schon so unheimlich viel gefahren sind und jetzt einfach nur noch ankommen wollen.

 

Die Straße geht weiter und weiter – ich schaue über Google Streetview nach geeigneten Plätzen, aber hier gibt es nichts außer die Hauptstraße und Wildnis, keinerlei Wege links und rechts. Kleine Parkbuchten, wo die LKW langdonnern und man nicht mit dem Hund raus gehen kann. Nach einigen Stunden haben wir genug und halten einfach in so einer Parkbucht. Egal, wir müssen schlafen!

 

Rastplatz_Norwegen_Hund_Wohnmobil
Der Rastplatz am Morgen.
Norwegen_Wohnmobil_Stellplatz_Hund
Stellplatz_Wohnmobil_Norwegen_Hund

05.10.17 | Tag 14

 

Nach einer ganz miesen Nacht sind wir nun endlich endlich endlich, nach 3323 Kilometern und 9 Tagen in Norwegen haben wir endlich Sand unter den Füßen! Mega schön, ein super idyllischen Ort haben wir entdeckt. Da wir gestern viel gefahren sind, hatten wir heute nur 2 Std vor uns, perfekt, so müsste es immer sein! Für Norwegen braucht man echt mehr Zeit als die 3 Wochen, die wir haben. Insgesamt sind wir 4,5 Wochen unterwegs, allerdings waren wir davon ja 3 Tage in Dänemark auf dem Hinweg, einen Tag musste Mike in Lüneburg arbeiten, und auf dem Rückweg machen wir auch in Deutschland irgendwo nochmal Halt, weil Mike dort ebenfalls arbeiten muss. Aber das ist auch in Küstennähe, so dass wir eventuell irgendwo in Lubmin bleiben werden.

Ich weiß nicht, warum ich so schlecht geschlafen habe; wir hatten Vollmond, aber ich habe auch um 16  Uhr noch Koffein getrunken, normalerweise trinke ich Kaffee & Co nur bis 15 Uhr. Sollte nichts ausmachen, aber die letzten 2 Wochen hatte ich nur morgens früh Kaffee, danach gar nicht mehr. Oder eben der Vollmond, wer weiß.

 

 

Nordmela Richtung Andenes_Norwegen_Hund_Wohnmobil
Juhuuuu, endlich!
Stellplatz_Parkplatz_Norwegen_Wohnmobil_Hund
Wir brauchen unbedingt eine größere Karte der Lofoten!

 

„Strandhaug“ ist der Platz laut Navi, ich denke das heißt Strandhaus, wo wir gerade stehen in Nordmela. Wir sind auf dem Weg nach Andenes, dort werden nämlich Walsafaris angeboten. Eigentlich nur bis zum 15.09., bei größerer Anfrage allerdings auch noch später. Wir haben einfach angerufen. Eigentlich hätten wir die Safari gern heute direkt gemacht, weil Andenes nicht auf dem Weg liegt, aber ich hatte mich sooooo sehr darauf gefreut Wale zu sehen, so dass wir die Safari übermorgen mitnehmen.

 

Wir sind jetzt einfach hoch gefahren Richtung Andenes und hier gelandet. Der Platz ist genial! Ich weiß nicht, ob man ich der Hauptsaison auch hier stehen kann. Wir wollten an dem Haus hier fragen, ob wir hier bleiben dürfen, aber es war niemand anzutreffen.

 

ENDLICH entspannen! Ich hatte mir das nicht so stressig vorgestellt.

 

 

Nordmela Richtung Andenes_Norwegen_Hund_Wohnmobil_Lofoten
Nordmela Richtung Andenes_Norwegen_Hund_Wohnmobil_Lofoten
Nordmela Richtung Andenes_Norwegen_Hund_Wohnmobil_Lofoten

 

Pünktlich zum Sonnenuntergang schmeißen wir den Grill an. Der Lotusgrill ist echt top! Den hat uns ein Freund empfohlen und ist jetzt das erste Mal mit uns auf der Reise.

 

 

Pünktlich zum Sonnenuntergang schmeißen wir den Grill an. Der Lotusgrill ist echt top! Den hat uns ein Freund empfohlen und ist jetzt das erste Mal mit uns auf der Reise. Der Kauf hat sich echt gelohnt, mega teuer war er auch nicht.

06.10.17 | Tag 15

 

Morgens läuft es wie meistens; Mike geht mit dem Hund, ich mache Frühstück. Allerdings gehe ich vorher auch noch ein wenig an den Strand, ich genieße es gerade extrem, dass der ganze Stress weg ist.

 

Nachdem wir gefrühstückt und klar Schiff gemacht haben, fahren wir los Richtung Andenes, von wo die Walsafari startet.  Wir wollen uns zuerst da anmelden und dann nach einem Stellplatz schauen.

 

Allerdings haben wir die Nacht echt mega gefroren (weil wir zu geizig waren, die Heizung anzumachen, selbst schuld), so dass wir beschließen diese Nacht auf einem Campingplatz zu stehen. Schön Sachen waschen, duschen und den Heizstrahler anschmeißen, juhu!

 

 

unterwegs Richtung Andenes.
Camping Andenes_Wohnmobil_Hund_Die Roadies_Erfahrungen_Andøya
Camping Andenes_Wohnmobil_Hund_Die Roadies_Erfahrungen_Andøya

 

Auf dem Weg zur Walsafari fahren wir an einem Campingplatz vorbei, es sieht aus, als hätte der zu, da wollen wir später mal nachschauen. Im Gespräch mit der Angestellten der Walsafari stellt sich dann raus, dass dort nur die Rezeption nicht besetzt ist und wir können direkt bei ihr bezahlen. 220 NOK (ca. 25 €)  inklusive Strom,  super!

 

Am „Camping Andernes“ selbst wollten wir uns nicht in diese Parkbuchten stellen, sondern schon gern Meerblick haben, also sind wir einfach auf den Hügel gefahren, zum Glück haben wir die lange Kabeltrommel dabei. Echt genial, und wir sind fast die einzigen auf dem Platz und haben unsere Ruhe. Erstmal ab zum Strand! Superschöne Kulisse mit den spitzen Bergen links, dem Sandstrand und den kleinen Inseln. Am Strand wachsen sogar kleine Blümchen!

 

 

Andenes_Camping_Norwegen_Wohnmobil_Hund
Andenes Camping - die Aussicht.
Camping Andenes_Wohnmobil_Hund_Die Roadies_Erfahrungen_Andøya

 

Leider gibt es hier keinen Trockner und wir hatten 2 volle Maschinen zu waschen, also habe ich die erst draußen aufgehangen, ich hatte gehofft, dass der Wind die trocknet, aber es ist so kalt, das hat leider nicht funktioniert. Im Wäscheraum selbst ist es aber recht warm, also hänge ich die dort auf.

 

Duschen sind vollkommen okay, nur muss man seine Sachen draußen aufhängen, es sind Duschen ohne Abtrennung, Aufhängung oder ähnliches. Und ich habe unser komplettes Bargeld in meiner Gürteltasche, deswegen lasse ich die nicht da hängen, sondern bringe sie zurück zum WoMo. Duschen kosten 10 NOK für 5 Minuten. Die 5 Minuten kamen mir sehr viel länger vor, ich konnte meine Haare 3x einschäumen und ausspülen. Die Dusche am Geiranger Campingplatz für 5 Minuten konnte ich meine Haare nach 1x Einschäumen nicht mehr ausspülen :-D

 

(Mehr Infos zu den Camping- und Freistehplätzen gibt es bald HIER)

 

Wir genießen also den restlichen Tag am Strand und gammeln im WoMo rum :-)

 

Andenes_Camping_Wohnmobil_Norwegen_Hund_Andoy

 

Gegen Abend wird es dann richtig stürmisch. Der Campingplatz-Besitzer kam rum und fragte, ob wir bezahlt hätten. Und er meinte dass es sein kann, dass die Walsafari nicht stattfindet, wenn das Wetter morgen nicht stimmt. Das wäre natürlich richtig mies, weil wir fast 4 Std hier hin gefahren sind und 2 Tage hier verbringen und nicht auf den Lofoten, nur wegen der Safari. Klar bekommt man dann sein Geld zurück, aber nicht unsere Urlaubstage :-(

 

Nachts fängt es dann auch noch ordentlich zu regnen an und wir werden ganz schön durchgeschüttelt vom Wind. Mennooooo!

 

 

 

07.10.17 | Tag 16

 

Um 10 Uhr sollten wir am Walsafari-Gebäude sein, das heißt früh aufstehen. Mit dem Hund gehen, Frühstücken, Wäsche rein holen, Abwasser ablassen und Frischwasser auffüllen.

 

Der erste Blick raus war mittelmäßig, zwar stürmte es nicht mehr, aber hinten am Horizont waren immer noch dunkle Wolken auf dem Meer. 30 Minuten später kämpfte sich aber die Sonne durch und ich schnappte mir mein Stativ um ein paar Fotos am Strand zu machen. Pan nahm ich mit, allerdings sitzt der dann immer nur genervt neben mir, statt mal den Strand zu erkunden, und beschwert sich. Die Blümchen wurden leider alle vom Sturm fortgespült, zum Glück hatte ich die gestern schon fotografiert.

 

 

Da uns keiner angerufen hatte, gehen wir davon aus, dass die Safari stattfindet, also fahren wir dort hin. 30 Minuten mussten wir warten, dann gab es eine Führung durch das „Museum“. Das sah alles schon ein wenig runtergekommen aus muss ich sagen. Einfach große Kellerräume. Die Poster an den Wänden lösen sich teilweise. Die Vitrine, in dem ein Skelett liegt, fällt halb auseinander und die Löcher im Fenster wurden mit Küchenrollen-Papier gestopft.

Andenes_Walsafari_whale watching_Camping_Norwegen_Hund_Wohnmobil (5)
Pottwal_Museum_Walsafari_Andenes_Wohnmobil_Norwegen_Hund