Mit der Faehre nach Schottland - unsere Erfahrungen

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DFDS Seaways hat uns beauftragt Fotos zu schießen und einen Artikel zu schreiben, im Gegenzug durften wir kostenlos mit ihnen übersetzen. Wir haben keinerlei Vorgaben erhalten, was wir schreiben sollen. Wir würden auch nie etwas empfehlen, was uns nicht gefällt!

 

Wenn man mit dem Hund nach Schottland bzw. England reisen möchte so wie wir, gibt es ja eigentlich nur die Möglichkeit mit der Fähre  überzusetzen.

Wir haben nach dem besten Preis-Leistungsverhältnis geschaut, so dass wir uns für die kürzeste Strecke von Dünkirchen nach Dover entschieden haben.

Beim Reisen mit dem Wohnmobil lautet das Motto eh: „Der Weg ist das Ziel“, von daher gondeln wir einfach durch England auf unserem Weg nach Schottland.

 

Mit kleinen Hunden kann man wohl auch im Handgepäck fliegen, Pan mit seinen 45 kg passt allerdings in keinen Koffer :-D Und eine Transportbox im Flieger in einem Frachtraum, in dem es wahrscheinlich laut und kalt ist, das wollen wir ihm nicht antun.

 

Innerhalb von 2 Stunden ist man mit DFDS Seaways von Dünkirchen in Dover, die Zeit kann man super nutzen um zu Frühstücken/Mittagessen/Abendessen, schlafen, oder so wie wir, Reisetagebuch schreiben 😉 Wir fahren nun schon das vierte Mal mit DFDS und waren immer sehr zufrieden.

Man kann man den Hund nicht nur nach England mitnehmen, sondern auch nach Schottland, Norwegen und ins Baltikum. Bei der Buchung kann man den Hund ganz einfach mit angeben.

 

 

Es geht los

 

Bei der Ankunft spät abends am Terminal in Dünkirchen (Frankreich) stellen wir uns auf den Parkplatz neben dem Hauptgebäude. Hier kann man super im Wohnmobil schlafen, wenn man die Fähre am nächsten Tag gebucht hat. Öffentliche Toiletten gibt es in dem Gebäude natürlich auch, falls man keine Toilette im Camper hat. Man steht zwar quasi mitten im Industriegebiet, aber mit viel Wiese drum herum, so dass auch die abendliche Hunderunde kein Problem ist.

Einige Möwen ziehen ihre Kreise und auch wenn man das Meer gerade nicht sieht, man riecht es schon, JETZT fängt der Urlaub an, ich freu mich!

 


 

Die erste Nacht im Wohnmobil war super, es hat nachts ein wenig geregnet und das liebe ich ja; das Trommeln der Tropfen auf dem Dach, herrlich!

 

Unsere Fähre geht um 10 Uhr, eine perfekte Zeit! Da wir knapp über 5 Stunden Anfahrt hatten, war es angenehmer die Nacht auf dem Parkplatz zu verbringen, als so früh morgens los zu fahren und eventuell dann noch im Stau zu stehen. So war alles schön entspannt und wir starten gemütlich mit Kaffee und Frühstück in den Tag.

 

 

60 Minuten vor Abfahrt soll man einchecken, in der Hochsaison soll man 90 Minuten eher da sein. Für uns kein Problem, da wir ja direkt vor der Tür stehen.

 

Wir nehmen natürlich die Linie für Wohnmobile (ich glaube Wohnwagen sind abgebildet), es gibt auch Linien nur für PKW und eben auch LKW.

Am ersten Schalter werden nur die Personalausweise gecheckt, den Heimtierhaus von Pan brauchten wir hier noch nicht vorlegen. Dann geht’s weiter zum nächsten Schalter, da zeigen wir dann die Buchungsunterladen und die Ausweise noch einmal, diesmal auch den von Pan. Dann bekomme ich den Chipleser in die Hand gedrückt und verschwinde kurz hinten im WoMo, um Pans Chip auszulesen.

Beim letzten Mal hatten wir etwas Schwierigkeiten den zu finden, nach Austausch des Chipslesers und 5 Anläufen hat es geklappt, deswegen habe ich Angst, dass es diesmal wieder so ist, aber wider Erwarten ist es überhaupt kein Problem. Ich halte den Leser quasi nur in Richtung des Hundes und schon hat er ihn eingelesen. Perfekt!

Dann fragt die nette Dame am Schalter noch, ob ich denn Englisch spreche und was wir Vorhaben in GB. Sie gibt uns noch Tipps für England mit auf den Weg. Einen Papieranhänger für den Rückspiegel bekommt man noch in die Hand und ein Infoblatt, was man bei der Einreise mit Tieren zu beachten hat.

 

Pan bleibt im Auto, es ist schön kühl unter Deck. Wir stellen ihm was zu trinken hin und lassen das Fenster auf. Er ist echt super entspannt was das angeht und pennt einfach durch.

 

 

 

 

Oben im Café angekommen sichern wir uns direkt einen Platz mit Steckdose, so können wir in Seelenruhe etwas arbeiten; ich kann Tagebuch schreiben, Mike checkt seine Emails. Danach gönnen wir uns die superleckeren Pommes aus der Caféteria kombiniert mit Schwiegermamas berühmten Frikadellen! Zum Nachtisch ein Kinder Bueno!

Im Shop hier gibt es nicht nur praktische Dinge wie die Alkoholtester, die in Frankreich Pflicht sind -  oder die Aufkleber, um bei Linksverkehr seine Scheinwerfer abzukleben, sondern auch RIESEN-Packungen Kinder Bueno (wenn man die gut einteilt, reichen die genau für 3 Wochen Urlaub!)

Für Kinder gibt es hier ein kleines Spiele-Paradies mit Leuchtturm, Piratenschiff und Rutsche, da waren wir doch glatt ein wenig neidisch 😉

 

 

 

Nach der „Arbeit“ vertreiben wir uns die Zeit draußen auf dem Deck bei strahlendem Sonnenschein und beobachten die Möwen. Hier draußen gibt es einen extra Raucherbereich und viele Tische mit Bänken, wo man die Aussicht genießen und auch sein mitgebrachtes Essen verzehren kann. Wenn es recht stürmisch ist, werde ich auch mal seekrank, aber der Wettergott meint es gut mit uns und das Meer ist heute echt ruhig.

 

 

DFDS stellt sogar ein extra Netz fürs Handy zur Verfügung! Aber um Mehrkosten zu sparen, solltest du entweder einfach die  2 Stunden Fahrtzeit den Flugzeugmodus anmachen oder das Netz manuell auswählen und schauen, dass dein Handy sich nicht automatisch einwählt. Ich bin eh froh, wenn das Handy aus ist, ich habe tatsächlich im Urlaub zu 70 % das Handy im Flugzeugmodus 😊

 

An Bord kann man idealerweise auch in Euro zahlen, falls man aber für den Trip direkt in der dortigen Währung Bargeld in der Tasche haben möchte, kann man aber auch Geld dort direkt tauschen oder – noch besser -  direkt am Automaten an Bord Geld abheben, das ist etwas günstiger.  

 

Nach kurzer Zeit entdecken wir schon die berühmten weißen Klippen von Dover. Es lohnt isch wirklich, die Ankunft von draußen zu beobachten!

 

 

Wenn du lesen möchtest, was wir in Schottland alles erlebt haben, kommst du HIER zu unserem Reisetagebuch!

Die Rückfahrt

 

Die Rückfahrt ist fast noch entspannter als die Hinfahrt. Wir haben die Fähre um 8 Uhr gebucht, da wir eine Stunde Zeitverschiebung haben; in Deutschland ist es eine Stunde später. So sind wir noch so früh zuhause, dass wir in Ruhe das Wohnmobil auspacken können, selbst wenn wir im Stau stehen sollten.

In Dover am Fährhafen selbst kann man nicht über Nacht auf einem Parkplatz stehen. Wir hatten eigentlich einen Campingplatz in Folkestone (ca. 15-20 Minuten entfernt) schon im Voraus gebucht, allerdings sagte uns der Platzwart, dass sie die Schranke zum Platz erst um 7 Uhr öffnen können, dann hätten wir die Fähre verpasst.

 

So haben wir uns in Dover einen ruhigen Parkplatz im Grünen gesucht und dort übernachtet. Aber Achtung: In England ist das Wildcampen verboten. Ich denke aber nicht, dass jemand etwas sagt, wenn man die Nacht über auf seine Fähre wartet, aber darauf hinweisen möchten wir schon 😊

 

Man kann auch super auf Dovers berühmten White Cliffs spazieren gehen und dem bunten Treiben am Fährhafen von oben zuschauen. Lohnt sich!

 

 

 

In Dover an den Docks angekommen sieht es erst einmal unübersichtlicher aus als es ist. Man wird auch hier wieder gut durchgeleitet und gibt am ersten Schalter seinen Ausweis ab, am zweiten Schalter dann wieder die Ausweise samt Buchungsunterlagen und Heimtierausweis. Auslesen des Chips ist diesmal nicht nötig, allerdings gibt uns der nette Mann am Schalter noch einen Hundekeks mit, wie lieb! Rate mal, wer sich riiiiiiesig darüber gefreut hat! 😊

 

 Auch diesmal verging die Fahrtzeit wie im Flug, mit genau so tollem Wetter wie auf dem Hinweg!

 

TIPPS:

1. Laut unseren Erfahrungen buchst du die Fähre so früh wie möglich, das ist am günstigsten

 

2. Früh genug über aktuelle Einreisebestimmungen für Tiere informieren (diese gelten nicht nur für DFDS, sondern sind allgemein gesetzlich festgelegt) Einen Artikel findest du hier in den nächsten Tagen.

 

3. Chip am Hund eventuell beim Tierarzt vorher auslesen lassen um zu schauen wo er genau sitzt, wenn man eh zum Impfen da ist.

 

4. Auf die Uhrzeit achten! Mein Handy hat in England 2 Uhrzeiten angezeigt, Heimatland + Aufenthaltsland.

Als wir die Nacht in Dover standen, hat mein Handy - warum auch immer - nur noch die Heimatszeit angezeigt und uns ist es nur aufgefallen, weil ich zu Mike gesagt hatte, wir haben jetzt nur noch 6 Stunden zu schlafen, und er nicht gleicher Meinung war. Allerdings kann es dann ja nur passieren, dass Du eine Stunde zu früh am Port stehst, wäre also nicht ganz so schlimm!

 

5. Handy während der Fahrt entweder in den Flugzeugmodus schalten oder Netzsuche von Automatisch auf Manuell stellen

 

6. Geld in Landeswährung am Automaten ziehen

 

7. Dem Hund genügend Wasser/Futter im Auto lassen und das Fenster öffnen

 

 

Fazit:

 

Das Preisleistungsverhältnis bei DFDS Seaways ist super!

Die Mitarbeiter sind sehr nett und zuvorkommend, die Sanitär-Anlagen sauber und gepflegt. Hunde sind herzlich willkommen (auch wenn sie bei der Fahrt von Dünkirchen-Dover  nicht an Deck dürfen) und das ist für uns auf jeden Fall wichtig. Wir haben für nächstes Jahr die Tour Amsterdam – Newcastle ins Auge gefasst. Da kann man über Nacht fahren und eine Hunde-Kabine buchen; sprich in Seelenruhe schlafen und am nächsten Tag ist man in Newcastle und muss nicht mehr den ganzen Weg durch England fahren, so spart man sich 2 Tage.

Bei dieser Fahrt darf der Hund auch an Deck und kann dort sein Geschäft verrichten.

Wir werden auf jeden Fall berichten!

 

 

 

Wir bedanken uns für den guten Service bei DFDS Seaways und freuen uns auf die nächste Tour!

 

Mit welcher Fähre fährst du am liebsten? Was hast du für Erfahrungen gemacht? Schreib es uns in die Kommentare!

 

 

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1 Kommentare

Schottland mit dem Wohnmobil | Teil 1

 

Ich, Juli, bin ja schon seit vielen vielen Jahren Schottland-Fan. Genau genommen seit dem Buch Feuer und Stein von Diana Gabaldon, die komplette Reihe habe ich regelrecht verschlungen.

Als Mike und ich uns kennen gelernt haben, besaß Mike bereits ein Wohnmobil und fragte mich, wohin ich reisen möchte. Die Antwort war klar, Schottland! Ich stand dem Urlaub zwar etwas skeptisch gegenüber, weil „Wohnmobil“ für mich immer gleichbedeutend mit „Rentner-Urlaub“ war.

Mike hat mich eines Besseren belehrt, und so waren wir 2014 in unserem ersten gemeinsamen Urlaub in Schottland unterwegs und ich habe mich in das Wohnmobil-Leben verliebt.

Nun ist dies jetzt schon unsere dritte Reise nach Schottland und es wird definitiv nicht die letzte sein!

Am 25.05.18 konnten wir von Forster den nagelneuen T699 EB  abholen, an dieser Stelle vielen Dank an das Forster Team! Nachdem wir letztes Jahr mit dem Forster (T699 VB) in Norwegen  unterwegs waren und viele tolle Bilder mit Wohnmobil geschossen haben, entschied sich Forster, mit uns eine Kooperation einzugehen. Wir sind superglücklich mit unserem fahrbaren neuen Zuhause für die nächsten 4 Wochen. Der T699 EB ist wirklich ein Stauraum-Wunder! Erst war ich sehr skeptisch, da wir sonst hinten 2 Betten übereinander hatten und ein Hubbett. Auf dem unteren Bett hinten haben wir unsere ganzen Anziehsachen gelagert und einige Essensvorräte.

Der neue hat erst einmal hinten ein riesen Kingsize-Bett und einen Backofen, wo ja sonst Stauraum ist. Ich finde den Backofen eigentlich überflüssig, Mike ist aber begeistert 😄

Jedenfalls habe ich mich während des Packens nicht nur einmal gefragt, wie wir das bloß alles unterkriegen sollen. Und Ende des Lieds: Wir haben lange noch nicht alles voll und noch mehrere Fächer zur Verfügung (Ich kann Strandgut sammeln, juhu!). Die riesigen Fächer unter den Betten sind mega genial! Vor allem, weil der Lattenrost von allein offen bleibt, so dass man ganz entspannt an die Sachen kommt. Ganz ehrlich ( und das sage ich nicht wegen unserer Kooperation, denn da handelt es sich nur um Fotos), ich bin echt verliebt in den Forster. Genial ist auch, dass die Zentralverriegelung auch die Tür hinten entsperrt! Superviele nützliche Kleinigkeiten, die zusätzlich aufklappbare Arbeitsfläche der Küche, die drehbaren Sitze und das Ausfahren des Tisches, echt durchdacht!

I´m in love!

Das Team hat uns noch eine zweite Batterie und einen Wechselrichter eingebaut, das ist echt richtig toll. Da wir zu 95 % frei stehen, erleichtert es uns die Reise ungemein!

 

 Erst einmal wird es überwiegend Handyfotos zu sehen geben, aber ich verspreche, nach und nach wird das Tagebuch befüllt!

 

Für die Fotografie-Begeisterten:

Alle "Nicht-Handyfotos" sind aufgenommen mit der Canon 5DMKiii, dem Canon 16-35 mm 2.8 L, dem 50 mm 1.4 Art von Sigma, und dem 70-200 mm 2.8 L von Canon.

 

 

27.05.18 | Tag 1

Wetter: sonnig / Gewitter im Wechsel | KM: 404

 

Ausgaben:

114,40 € Sprit

 

Juhuuu, endlich geht es los! Nachdem ich gestern noch bis 23 Uhr auf einer Hochzeit war, (wer hier schon mal mitgelesen hat, weiß schon, dass ich hauptberuflich Fotografin bin), sind wir heute recht früh aufgestanden um zu packen. Da ich die letzten Tage quasi inklusive Nachtschichten wie verrückt alle Aufträge abgearbeitet habe und Mike mir den Rücken frei gehalten hat - alle Besorgungen, Einkäufe etc. allein gemacht hat - haben wir es nicht geschafft, vorher unsere Sachen zu packen.

 

Geplant war eigentlich um 14 Uhr los zu fahren, so dass wir ganz entspannt zwischen 18 und 19 Uhr in Dünkirchen sind. Das hat natürlich NICHT funktioniert 😃

 

Wir sind beide vom Dachboden bis zum Keller durch das ganze Haus gerannt und haben uns zwischendurch zugerufen, was noch fehlt und was schon drin ist…ganz schön chaotisch!

 

Um 14 Uhr waren wir bei Mikes Eltern noch zum Mittagessen eingeladen und konnten gleich zwei große Tupperdosen abstauben mit den legendären Frikadellen der Schwiegermama, yummi! Da können wir die nächsten Tage noch von essen!

 

Dann gings noch einmal nach Hause (eine Straße weiter, das war also nicht das Problem) und wir packten die letzten Reste ein und duschten noch einmal, inklusive Hund 😉

 

Um 18 Uhr sind wir endlich los gekommen. Knapp 400 km sinds nach Dünkirchen, wo wir mit DFDS Seaways nach Dover übersetzen wollen. Die Fähre haben wir die letzten beiden Male auch genommen, die kurze Überfahrt ist super für Pan, so muss er nur 2 Stunden allein im Wohnmobil bleiben. Wobei er echt super entspannt ist und die ganze Zeit pennt, von klein auf ist er schon immer gern Auto gefahren.

 

 

Wir waren allerdings beide doch recht müde und ich litt unter „Wengover“, wie man das unter Fotografenkreisen nennt, „Wedding-Hangover“ :-P Gestern war ich „nur“ 8 Stunden dabei, aber man ist ja die kompletten 8 Stunden am Stück der „Schatten der Braut“, hochkonzentriert darf man keinen Moment verpassen, oft trau ich mich gar nicht zur Toilette 😄 Naja am nächsten Tag ist man dann platt und so bin ich echt mega froh, dass Mike gefahren ist.

 

Unsere Reise geht über Holland und Belgien nach Frankreich, Mike wollte uuuuunbedingt in Holland zu einem Imbiss, wir sind insgesamt 5 Tankstellen angefahren, aber nirgends hatten die noch auf. Bei einem Stopp in Belgien haben wir dann für 100 € getankt (echt nervig, dass man hier immer vorher den Betrag zahlen muss, und dann erst tanken kann) und für 14,40 € Baguettes gegessen, die nur so semi-lecker waren. Die ersten zwei Stunden gingen fix rum, die nächsten zwei Stunden zogen sich wie Kaugummi – das lag wohl auch mit an der Dunkelheit….

 

 

 

 

Als wir dann völlig erschöpft am DFDS-Center ankamen, haben wir uns etwas gewundert, denn das war gar nicht das Gebäude was wir kannten. Denn in dem anderen Gebäude haben wir oft noch einmal geduscht bevor es weiter ging und auf dem Parkplatz konnte man super über Nacht stehen. An einem Kanal konnte man mit dem Hund gehen, allerdings sah jetzt alles anders aus, von dem Kanal war weit und breit nichts zu sehen – OK, war ja auch echt finster 😄

 

Über Nacht stehen konnten wir hier glücklicherweise auch, wir stellten uns einfach zu den anderen rund 10 Campern.  Frisch geduscht waren wir ja, also noch schnell die Hunderunde über die anliegende Wiese hier am Center, wo wir von kreischenden Möwen begleitet wurden. Mit Möwen verbinde ich sofort Meer & Urlaub,  man hat sogar schon das Meer gerochen, auch wenn man im Dunkeln nichts gesehen hat. Trotzdem wir uns mitten in einem Industriegebiet standen, fing hier der Urlaub für mich an. Im Wohnmobil ist immer Urlaub, das ist so, als könnte ich den ganzen Stress einfach abstreifen, sobald ich durch die Tür gehe.

 

Mein Wunsch ist auch in Erfüllung gegangen: In der Nacht trommelte der Regen aufs Dach, schöööööön!

28.05.18 | Tag 2

Wetter: supersonnig und angenehme 25 Grad | KM: 435

 

Ausgaben:

18,40 Pfund Pommes, Riesenpackung Kinder Bueno, Aufkleber für Scheinwerfer für Linksverkehr

 

Mike hat super geschlafen, ich war einige Male wach in der Nacht. Ständig kamen Autos, man hörte zuschlagende Türen und LKW vorbei fahren. Leider habe ich einen sehr leichten Schlaf, ich wache auch auf, wenn nur der Hund pfurzt, trotz Ohrenstöpsel. Trotzdem habe ich ganz gut geschlafen!

 

Mike ist die Hunderunde gegangen, ich machte das WoMo klar schiff. Frühstück lassen wir ausfallen, wir sind beide noch satt von dem Baguette gestern.

 

Auf geht’s zur Fähre! Wir packten Kamera, Laptops und alles was wir so laden müssen mit ein, aber leider, obwohl wir 90 Minuten früher eingecheckt haben, kamen wir als eine der letzten an Bord, so dass wir keinen Sitzplatz mit Steckdose mehr ergattert haben.

 

 

 

13:30 Uhr       

 

Mike hat mir wieder eine Riesen-Packung Kinder Bueno gekauft, so wie letztes Mal. Da liefen Kinder mit dieser Packung in der Hand an uns vorbei und Mike hatte meinen neidischen Blick bemerkt 😄 Was habe ich für einen aufmerksamen Freund!

Jetzt sitzen wir gerade hier, Schwiegermama-Frikadellen in der Dose dabei, ich trinke einen Kaffee und schreibe Tagebuch, so lange mein Akku das zulässt 😊

 

 

 

Von der Fähre runter ist mir zum Glück noch eingefallen, dass nun Linksverkehr angesagt ist, Mike hatte nicht dran gedacht 😄 Der allereste Kreisverkehr ist immer der schlimmste, danach gehts!

Wir wollten allerdings in Dover erst eine kleine Hunderunde gehen und haben am Sampshire Hore (so hieß es glaube ich) eine Pause eingelegt. Superschöne Wege zum Meer direkt an den weißen Klippen entlang!

 

 

 

Danach gings rund 4 Stunden Richtung Norden.

2015 sind wir leider durch Dartford Crossing gefahren und haben Post nach Hause bekommen. Ich weiß die genauen Zahlen nicht mehr, aber wir sollten etwas um die 600-700 € zahlen. Sollte man das nicht innerhalb von 10 Tagen überwiesen haben, kostet es 1200 €. Wir haben diese Schreiben einfach einen Anwalt gegeben, der sich darum gekümmert hat. Es kamen noch 2-3 Briefe, danach allerdings nichts mehr zum Glück. Nun sind wir den Bogen links um London gefahren und haben aufgepasst, dass wir nicht wieder in eine Mautfalle geraten. Wir haben es bei Dartford Crossing nämlich wirklich nicht gesehen, sonst hätten wir es ja bezahlt. Man kann die Maut entweder online mit Kreditkarte zahlen (innerhalb von 24 Std) oder irgendwo am Kiosk. Leider müssen wir die Schilder übersehen haben. Die Mautstrecken kann man super auf der Seite vom ADAC  nachschauen.

 

 

Auf der Suche nach einem Schlafplatz habe ich einfach geschaut, welches grüne Fleckchen auf der Karte auf unserem Weg liegt, dann Google Maps angeschmissen und via Streetview geschaut, ob man dort wohl parken kann. Und siehe da, 15 Minuten von der Autobahn entfernt ein grünes Paradies in Gnoshall!  Kleiner süßer Parkplatz und toller Wanderweg für den Hund, ein genialer Sonnenuntergang, sooooo toll! Gut, auf die dreihundertfünfzigtausenddrillionen Mücken hätte man gut verzichten können. Einmal gebückt und man hat direkt 2 Stiche am Steißbein, blöde Viecher!

 

Nach der Gassirunde fallen wir müde ins Bett….schauen noch 2 Folgen Vikings und schlafen direkt ein.

 

29.05.18 | Tag 3

Wetter: mal bewölkt, mal sonnig im Wechsel, 20 Grad |     KM: 480

 

Ausgaben:

102 Pfund Sprit

 

Eigentlich möchte ich unseren hübschen Platz gar nicht verlassen, aber wir kommen ja auf dem Rückweg wieder. Ich muss sagen; England ist gar nicht so schlecht! Bisher sind wir einfach nur auf der Autobahn durchgefahren bis nach Schottland, aber jetzt haben wir einiges gesehen, vor allem ganz viel wunderbares Grün!

 

Wir müssen unbedingt mal eine England-Tour machen….Cornwall wollte ich eh schon immer mal sehen, allerdings war das immer ein zu großer Abstecher auf dem Weg nach Schottland. 

 

Irgendwann erkunden wir auch mal England!

 

Nächster Halt: Schottland!

 

 

Auf gehts zum Loch Lomond! Rund 450 km sinds, also relativ entspannt. Dies ist der letzte Tag, an dem wir (bzw. Mike 😉) so viel fahren. Danach wollen wir höchsten 1 -2 Stunden pro Tag machen. Wir erinnern uns beide an einen schönen Rastplatz am Loch Lomond, den versuchen wir wiederzufinden, was eigentlich nicht so schwer sein kann.

 

 

20:00 Uhr

Nach 480 km haben wir den besagten Rastplatz gefunden. Hier sind Wohnwagen verboten, allerdings steht von Wohnmobilen nichts, also fahren wir erst einmal auf den Platz und schauen mal.

 

Hier gibt es einen schönen Kieselstrand mit Bäumen zwischendrin und ein Toilettenhäuschen. Dazwischen darf mal mit dem Zelt campen, wenn man das vorher online bucht. Echt schön!

 

Wir gehen eine große Runde mit Pan und beschließen, die Nacht hier zu bleiben. Mike will morgen schwimmen gehen….ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich weiter als  bis zu den Knöcheln rein komme, mal sehen!

 

Abendessen haben wir am See bei herrlicher Aussicht gesessen und die letzten Sonnenstrahlen genossen.

 

Jetzt sitzen wir gerade im WoMo und ich schreibe hier das Tagebuch. Gleich schauen wir noch eine Folge Vikings und freuen uns auf den morgigen Tag!

 

30.05.18 | Tag 4

Wetter: supersonnig und heiß | KM:  185

Ausgaben:

75 Pfund Sprit, 5 Pfund Autowäsche, 1 Pfund Keks für Mike

66 Pfund für Fährtickets, 10 Pfund für Bier & Nüsse